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Vorsteherwechsel beim Finanzamt Burgdorf

Leitender Regierungsdirektor Peter Niemann ist neuer Vorsteher des Finanzamts (FA) Burgdorf


In einer Feierstunde am 24. Januar 2018 führte Präsident Dieter Meyer, Leiter des Landesamts für Steuern Niedersachsen (LStN), den Beamten in sein neues Amt ein. Zuvor dankte er Herrn Leitenden Regierungsdirektor Jörg Rettberg, der das FA Burgdorf 15 Jahre geleitet hatte, und wünschte ihm für seinen wohl verdienten Ruhestand alles erdenklich Gute.

Leitender Regierungsdirektor Peter Niemann begann seine Laufbahn in der niedersächsischen Steuerverwaltung 1987 beim Finanzamt Celle. Knapp zwei Jahre später wechselte er nach Gifhorn und war ab 1990 ständiger Vertreter bei den Finanzämtern Uelzen und Lüneburg. 1999 wurde er Vorsteher beim FA Helmstedt, 2005 beim FA Soltau und ab 2010 beim FA Nienburg. Seit dem 1. Januar 2018 leitet er das FA Burgdorf.

Präsident Meyer ging in seiner Rede kurz auf die Auflösung der Oberfinanzdirektion Niedersachsen im Oktober 2017 ein und auf die damit einhergehende Neugestaltung zweier Landesämter - eins für Steuern und eins für Bau und Liegenschaften. Diese Organisationsent-scheidung sei folgerichtig angesichts der immer spezifischeren Anforderungen gerade im Prozess der Digitalisierung.

Die niedersächsische Finanzverwaltung verfüge bereits über eine funktionsfähige, flächendeckende Infrastruktur; allein über das ELSTER-Verfahren würden in Niedersachen jährlich mehr als 7 Mio. Steueranmeldungen und -erklärungen elektronisch verarbeitet. Auch weiterhin werde man sich auf steigende Anforderungen an elektronischen Verfahren einstellen müssen. Als Beispiel nannte Herr Meyer u.a. das kürzlich verabschiedete Steuermoder-nisierungsgesetz, dessen Ziel es sei, letztlich vollständig digitale Prozesse für eine Vielzahl an Schnittstellen zwischen Bürgern, Unternehmern und Steuerberatern einerseits und der Steuerverwaltung andererseits zu schaffen.

Zum Thema Digitalisierung gehöre noch ein weiteres Aufgabenfeld, führte Präsident Meyer in seiner Rede weiter aus, nämlich das Thema „Internationales Steuerrecht“. Ein Schwerpunkt dabei sei die Bekämpfung von Gewinnverlagerungen in Steueroasen auf der ganzen Welt. Die Stichworte hierzu seien hinreichend bekannt: Panama, Paradise Papers, Lux Leaks u.a.! Daneben gäbe es mit der Umsetzung der EU-Amtshilferichtlinie einen verpflichtenden europaweiten Austausch der Finanzbehörden zu bestimmten Einkunftsarten. Die dabei anfallenden Datenmengen seien nur noch vollständig automatisiert zu bearbeiten und zu bewältigen.

Digitalisierung und Automatisierung seien also nicht nur auf technische Fragen beschränkt, sondern erfassten auch immer mehr die eigentliche Umsetzung der Steuergesetze, mit dem Ziel, durch gleichmäßigen und konsequenten Gesetzesvollzug dem Staat das ihm nach Recht und Gesetz zustehende Steueraufkommen zu sichern.

Das FA Burgdorf ist mit 260 Beschäftigen eines der großen Ämter, davon allein 24 Anwär-terinnen und Anwärter in Laufbahnen des mittleren und gehobenen Dienstes.

Mit rd. 67.000 Einkommen- und ca. 28.000 weiteren Steuerfällen habe das FA Burgdorf 2017 ein Steueraufkommen von gut 1,1 Mrd. EUR in den öffentlichen Haushalt erwirtschaftet.

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24.01.2018

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