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Beschäftigung als Arbeitnehmer
auf Lohnsteuerkarte/Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug
Allgemeines Erfolgt eine Beschäftigung unter Vorlage einer Lohnsteuerkarte 2010/Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug, so wird die Lohnsteuer anhand der auf der Lohnsteuerkarte 2010/Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug eingetragenen Besteuerungsmerkmale durch den Arbeitgeber einbehalten und an das Finanzamt abgeführt.
Welche Unterlagen sind notwendig? Die Lohnsteuerkarten wurden letztmalig für das Kalenderjahr 2010 durch die Gemeinden ausgestellt. Sofern Sie keine Lohnsteuerkarte 2010 haben, stellt Ihnen Ihr örtlich zuständiges Finanzamt eine Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug aus.
Höhe der Lohnsteuer

Die Höhe der Lohnsteuer richtet sich nach der Steuerklasse und eventuell eingetragenen Freibeträgen.

Die Einstufung in eine der Steuerklassen (I-VI) richtet sich im wesentlichen nach dem Familienstand des Arbeitnehmers. Ehegatten haben jedoch die Möglichkeit zwischen den Steuerklassen III/V und IV/IV oder ab 2010 das sog. Faktorverfahren zu wählen. Übt ein Arbeitnehmer mehrere Arbeitsverhältnisse gleichzeitig aus, so benötigt er für das 2. und ggf. jedes weitere Dienstverhältnis eine Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug mit der Steuerklasse VI.

Einzelheiten zur Einreihung in die Steuerklasse erfahren Sie in dem " Kleinen Ratgeber für Lohnsteuerzahler".

Wie hoch die auf den Arbeitslohn entfallende Lohnsteuer bei der jeweiligen Steuerklasse ist, können Sie mit dem Berechnungsprogramm des Bundesfinanzministeriums ermitteln.

Einkommen-
steuererklärung

Ob Sie nach Ablauf des Kalenderjahres eine Einkommen-
steuererklärung abgeben müssen, richtet sich nach § 46 Abs. 2 EStG. Danach sind Sie u.a. verpflichtet eine Einkommensteuererklärung abzugeben, wenn

  • die Summe der nicht dem Steuerabzug vom Arbeitslohn unterliegenden Einkünfte mehr als 410 € betragen haben
  • nebeneinander von mehreren Arbeitgebern Arbeitslohn bezogen wurde
  • beide Ehegatten Arbeitslohn bezogen haben und einer nach Steuerklasse V oder VI besteuert worden ist
  • bestimmte Freibeträge eingetragen sind

Diese Aufzählung ist nicht abschließend.

Liegen die Voraussetzungen für eine Pflichtveranlagung nicht vor, kann eine Veranlagung zur Einkommensteuer beantragt (insbesondere zur Anrechnung der einbehaltenen Lohnsteuer!) werden. Der Antrag auf Veranlagung zur Einkommensteuer ist bis zum Ablauf des vierten auf den Veranlagungszeitraum folgenden Kalenderjahres zu stellen.

Höhe der Einkommensteuer

Die durch den Arbeitgeber einbehaltene Lohnsteuer wird auf die festgesetzte Einkommensteuer angerechnet.

Aber nicht immer ist bei einer Einkommensteuerveranlagung auch eine Einkommensteuer zu zahlen. Nämlich grundsätzlich dann nicht, wenn das zu versteuernde Einkommen unter dem Grundfreibetrag liegt. Ist dies der Fall, werden die im Wege des Lohnsteuerabzugs durch den Arbeitgeber einbehaltenen Steuerbeträge in voller Höhe an den Arbeitnehmer erstattet.

Der Grundfreibetrag für den Veranlagungszeitraum beträgt für Ledige ab dem Veranlagungszeitraum 2010 8.004 € (Grundtarif) und für Verheiratete 16.008 € (Splittingtarif).

Wie hoch die festzusetzenden Einkommensteuer für das zu versteuernde Einkommen ist, kann mit dem Berechnungsprogramm des Bundesfinanzministeriums des Bundesfinanzministeriums ermittelt werden.

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